Interview mit Anna van Klev

Customer Loyalty Management

Was hast Du für eine Ausbildung gemacht und wie genau läuft diese ab? 
Ich habe eine Ausbildung zur Industriekauffrau gemacht und "International Management" studiert. Die Ausbildung habe ich auf zwei Jahre verkürzt. Wir hatten zwei Tage die Woche Berufsschule mit den anderen IK-Auszubildenden aus meinem Ausbildungsjahr und am Ende der Ausbildung schriftliche Prüfungen sowie eine mündliche Abschlussprüfung. Das Studium lief unabhängig von der Ausbildung und hat dreieinhalb Jahre gedauert. Zur Uni musste ich freitags abends und samstags bis nachmittags. Semesterferien hatten wir von Mitte bis Ende Februar und im August.

Wie kamst Du auf die Idee diese duale Ausbildung zu machen?
Vorher hatte ich schon eine Ausbildung zur kaufmännischen Assistentin mit dem Schwerpunkt Fremdsprachen und Fremdsprachenkorrespondentin absolviert. Diese Ausbildung hat mich darin bestätigt, dass der kaufmännische Bereich mich total interessiert. Ich finde es wichtig, mich stets weiterzuentwickeln und wollte mich deshalb für meine Zukunft relativ breit aufstellen. Außerdem war es immer meine Absicht, nach dem Abitur noch zu studieren. Ich denke, es ist eine super Chance, dual neben dem Beruf bzw. neben der Ausbildung zu studieren, auch wenn es ab und zu anstrengend ist.

Wie war es für Dich, die Erste bei Schlüter-Systems zu sein, die diese Ausbildung macht?
Wenn ich ehrlich bin, habe ich einen Großteil der Zeit nicht gemerkt, dass ich die Erste bin, die das duale Studium macht. Als „Versuchskaninchen“ habe ich mich nicht gefühlt :) Es ist natürlich ein schönes Gefühl für mich, dass ich als Erste die Chance bekommen habe, ein duales Studium bei Schlüter-Systems zu beenden. Ich bin froh, dass sich die Geschäftsleitung und unsere Personalabteilung zu diesem Schritt entschieden haben.

Warum hast Du Dich für Schlüter-Systems entschieden?
Während meiner vorherigen Ausbildung habe ich ein sechswöchiges Praktikum bei Schlüter-Systems gemacht. Ich bin damals eher durch Zufall auf das Unternehmen gestoßen. Allerdings habe ich in den sechs Wochen schnell gemerkt, dass ich mich mit Schlüter-Systems identifizieren kann. Ich finde es schön, dass Schlüter-Systems ein Familienunternehmen ist und man als Mitarbeiter nicht nur irgendeine Nummer ist. Mich hat das Gesamtpaket während des Praktikums komplett überzeugt. Ich musste also nicht lange überlegen.

Was war Dein schönstes und außergewöhnlichstes Erlebnis während Deiner Ausbildungszeit?
Hm, das ist eine gute Frage. Ich befasse mich seit einiger Zeit mit dem Thema Building Information Modeling und habe auch meine Bachelor-Thesis über dieses Thema geschrieben. Ich durfte dafür zweimal unsere Niederlassung in Großbritannien besuchen und einen Vortrag zu diesem Thema vor der Geschäftsleitung und fast 100 Mitarbeitern halten. Das war ein schönes Gefühl und zeigt einem, wie viel einem auch in jungen Jahren schon vertraut und zugetraut wird.

Was war die größte Herausforderung in Deiner Ausbildung?
Die größte Herausforderung war, gegen Ende meines Studiums Vollzeit zu arbeiten und nebenbei noch die Bachelor-Thesis zu schreiben. Das war manchmal nicht ganz so einfach. Die Zeitspanne war aber zum Glück auch überschaubar.

In wie fern haben sich Deine Vorstellungen von der Ausbildung erfüllt?
Während meines Praktikums konnte ich mich bereits mit einer Auszubildenden austauschen und von daher wusste ich vorher, wie die Ausbildung bei Schlüter-Systems abläuft. Ich finde es wichtig, dass man alle Abteilungen durchläuft. Man ist somit in der Lage, die Zusammenhänge besser zu verstehen. Man sieht auch Bereiche, die man vorher - vielleicht fälschlicherweise – nicht so interessant fand.

Wie hat Dir die parallele Ausbildung mit Studium bei Schlüter-Systems insgesamt gefallen?
Insgesamt hat mir die parallele Ausbildung mit Studium sehr gut gefallen. Klar haben wir alle in der Zeit etwas dazu gelernt, aber dafür, dass ich die Erste war, ist alles wirklich gut gelaufen.

Würdest Du die Ausbildung in dieser Form nochmal machen? 
Definitiv. Die Umstellung ist am Anfang echt anstrengend. Man geht drei Tage die Woche arbeiten, hat zwei Tage die Woche Schule und geht danach gegebenenfalls noch arbeiten. Zusätzlich geht man freitags nach der Arbeit und samstags zur Uni nach Dortmund. Man gewöhnt sich allerdings relativ schnell daran, dass man eine Sechs-Tage-Woche und nur noch einen Tag Wochenende hat. Man kann durch das duale Studium drei Jahre Zeit sparen, indem man beides nicht nacheinander macht. Ein weiterer Vorteil ist natürlich auch, dass man in der Ausbildung schon Geld verdient.

Was würdest du Schülern mitgeben, die diese Ausbildung auch machen wollen?
Ich denke, Schüler sollten offen für ein duales Studium sein und sich nicht davon abschrecken lassen, dass man viel weniger Zeit als andere hat und z. B. freitags nichts mit seinen Freunden unternehmen kann. Generell sollte man sich aber auch realistisch einschätzen und überlegen, ob man bereit ist, viel zu investieren. Man braucht auf jeden Fall ein hohes Maß an Selbstdisziplin. Während die Arbeitskollegen nach Feierabend Freizeit haben, muss man z. B. besonders während der Klausurenphase abends lernen.

In welcher Abteilung bist Du nun tätig und was ist deine jetzige Aufgabe nach der Ausbildung?
Ich hatte früh die Möglichkeit zu äußern, in welche Abteilung ich möchte und bin schon seit Dezember 2015 in der Abteilung Customer Loyalty Management tätig. Ich betreue dort einige unserer Kundenbindungskonzepte und einige unserer Kampagnen.

Wie stellst Du Dir deine Zukunft bei Schlüter-Systems vor?
Generell sehe ich meine Zukunft auf jeden Fall bei Schlüter-Systems. Für die Zukunft wünsche ich mir, dass sich meine Aufgabenbereiche vertiefen und es möglich machen, mich beruflich weiterzuentwickeln. Jeder wünscht sich natürlich, dass man später sieht, wofür man dreieinhalb Jahre studiert hat.